
EMOTIONEN UND DISSOZIATIVE STÖRUNGEN IM WERK EINER KÜNSTLERIN

„Disso… wie bitte?“ Das könnte deine erste Reaktion gewesen sein, als Du meine Seite geöffnet hast.
Disso.Is.so ist meine kreative Abkürzung für:
„Dissoziationen?! Ist halt so.“
Und was sind Dissoziationen? Fragst Du dich vielleicht. Keine Sorge, ich wusste es selbst lange nicht. Doch genau darum geht es hier – ich möchte durch meine Lebensgeschichte zeigen, was sich dahinter verbirgt.
Aber beginnen wir ganz von vorne.
Mehr über mich erfährst Du hier. Ansonsten geht es unten weiter.
Warum Disso.Isso?
Zu Beginn war nichts, außer Leere in mir
Es gibt verschiedene Formen von Dissoziationen. Auch deren Ausprägungen können ganz unterschiedlich aussehen. In meinem Fall musst Du es dir in etwa folgendermaßen vorstellen.
Du hast einen dermaßen schweren Sturz, oder Schlag auf den Kopf bekommen, dass Du erst wieder im Krankenhaus zu dir kommst. Was keiner weiß, Du selbst zu Beginn auch nicht, dass Du eine komplette Amnesie hast. Einfach alles ist weg! Du weißt nicht was ein Krankenhaus ist, was ein Bett ist. Du erkennst die Personen um dich herum, selbst deine Liebsten, nicht mehr. Es ähnelt in etwa einem kompletten Reset des Menschen. – Nur das es keiner ist.
25 Juli 2016 – Der auslösende Traum
Dieser Tag änderte mein gesamtes Leben. Mein erster Krampfanfall überhaupt und das aus dem Schlaf nach einem Albtraum heraus. Ärzte vermuteten eine sogenannte ‚Erstmanifestation einer Epilepsie‘.
Anfang August 2016 – Komplette Amnesie
Zwei Wochen nach dem ersten Krampfanfall, es kam wieder einer! Diesmal so heftig, dass sogar meine gesamte Erinnerung weg war! Die Ärzte waren ratlos. Nichts, außer Leere in mir.
Mitte August 2016 – mir wird klar, ich weiß nichts!
Nach Tagen im Krankenhaus entlasse ich mich selbst. Ich möchte nur heim. Doch auf dem Heimweg ist alles fremd. Ich weiß nicht mehr wie ich nach Hause komme. Ich spüre nur in mir, ich wusste den Weg früher! Was war nur los?
Ab Oktober 2016 bis heute
Ich wurde wieder ich! Es war ein harter und teils enorm belastender Weg durch schlimme Begebenheiten und traumatische Erinnerungen. Doch habe ich wieder zu mir selbst gefunden. Und das ohne die klassischen Therapieansätze. Ich bin meinen eigenen Weg gegangen. Und diesen möchte ich nun teilen.
Disso.Isso – Dissoziationen?! Ist halt so!
Eine Geschichte die man kaum glauben mag.
„Ich weiß nicht, was ich Ihnen anderes sagen soll, aber Sie stecken in einem Dilemma“,
waren die Worte die mein Mann, auf seiner Suche nach Hilfe für Betroffene wie uns, von einem Psychologen zu hören bekam.
Es war zum verzweifeln. Sobald ich nach Wochen der Erholung fit genug war erneut arbeiten zu gehen, warf mich der innere Druck wieder aus der Bahn. Ich bekam Krampfanfälle und konnte wiederholt nicht arbeiten.
Ich steckte in einem Teufelskreislauf.
Mir wurde klar. Über dieses Dilemma möchte ich erzählen.
Ich wusste nicht wer ich war, doch sollte ich entscheiden wie die Therapie ablaufen soll
Man kann es sich kaum vorstellen, aber hast Du dir schonmal die Frage gestellt, wie Du dich entscheiden würdest, wenn Du selbst nicht weißt wer Du bist und was dann das Beste für dich persönlich ist?
Über Jahre kam in mir keine Kraft arbeiten zu gehen.
Bis heute haben die Dissos, wie ich es im Allgemeinen gerne nenne, mein Leben im Griff. Ich muss meinen Alltag gut planen, mich fit halten und muss genau auf mein inneres Stresslevel achten. Das ist unter normalen Arbeitsbegingungen für mich noch nicht möglich.
Ich sah meine Chance im Schreiben eines Buches!
Vom Dilemma zur Chance. Die Idee, dass „der Dämon in mir„ ein Buch bekommt, war geboren! Dieses Buch ist nicht nur eine Geschichte. Sondern eine sehr persönliche und emotionale Reise in einen Lebensabschnitt von mir, den ich so niemals erwartet hätte. Und gleichzeitig ein sachlicher Ratgeber für andere Betroffene durch all die Erfahrungen die ich und mein Partner aus dieser Zeit mitgenommen haben.
Was möchte ich mitgeben?
Ein Erfahrungsbericht mit hilfreichen Tipps für Betroffene musste her!

Es waren Jahre vergangen in denen ich in verschiedenen Sachbüchern und Ratgebern nach Formen von Therapien suchte, die mir letzten Endes nichts brachten. Doch mit der Zeit fand ich meinen eigenen Weg und machte immer weitere Fortschritte. Auch durch die Unterstützung meines Partners, kann ich mich voll und ganz auf meine Form der Therapie konzentrieren und hatte die Kraft meine ersten Schritte in diesem Buch fest zu halten..
Über viele Monate entstand so dieses Buch.